Den Wohnraum kann man mit Farben geschickt gestalten. Doch wie viel Farbe verträgt ein Raum? Momentan geht der Trend zu dunklen Tönen. Auch kleine Räume lassen sich mit dunkleren, kräftigen Farben sehr gut in Szene setzen. Immotion zeigt, welcher Anstrich wo passt.
Farben können die optische Wahrnehmung von Räumen verändern und wie seriöse Studien zeigen, beeinflussen sie unsere Stimmungen. Helle und frische Farben vergrößern Zimmer. Bei warmen und kräftigen Farben heißt es aber Vorsicht. Die lassen zwar große Räume gemütlich wirken, verkleinern sie aber optisch. Man kann es zwar richtig bunt treiben, beispielsweise mit Rot. Diese Farbe sollte aber man nicht in Räumen wie dem Wohnzimmer verwenden, denn sie wirkt aufregend und kann den Blutdruck schon mal in die Höhe treiben. Wer sich dennoch für diesen Farbton im Living Room sollte sich bei der Farbpalette für die Einrichtung zurückhalten. Denn rot hat zwar eine warme Temperaturwirkung, psychologisch wirkt es aber sehr aufreizend und beunruhigend. Wenn man in den Farbtopf für das Wohnzimmer tauchen möchte, eignen sich eher orange, das unterhaltsam wirkt. Aber auch grün, das belebt oder beruhigt, je nachdem, ob der Gelb-oder Blauanteil dominiert. Rot dagegen ist für Morgenmuffel im Bad sehr gut geeignet.
Während rot aufmuntert, manchmal ein Aufreger ist, passt ins Schlafzimmer eher blau. Farbe steht für Ruhe , Entspannung und Harmonie. Als Mittelblau sparsam verwendet, wirkt es sehr beruhigend. Als Hellblau kühlt es den Raum und gibt Weite. Im Wohnzimmer verwendet, könnte es die Bewohner aber leicht frösteln. Blaue Raumfarben können Räume bis zu zehn Prozent größer erscheinen lassen.Der subjektive Raumgewinn ist umso größer , je heller das Blau ist. Eine Farbe, die diese Gegensätze vereint, ist Magenta. Die Trendfarbe schlechthin. Der Mix aus rot und blau wirkt extravagant. Der Rotanteil vermittelt Wärme und Aktivität, der Blauanteil Zurückhaltung und Kühle.
Allgemein gilt der Grundsatz: Je heller die Raumfarbe , desto weiter wird der Raum empfunden. Umgekehrt ist es bei dunklen Raumfarben. Je dunkler, desto enger wird der Raum wahrgenommen. Doch Zimmer mit dunklen Farben wirken oft gemütlicher. Sie sollten die Räume aber nicht dominieren. Möbel in fröhlichen Farben, weiße Decken und Türen hellen die Stimmung auf. Allerdings erfordern kleine Räume mit dunklen Farben ein gutes Lichtkonzept. Am besten eignet sich eine Grundbeleuchtung, die mit kleinen Leuchten für das Stimmungslicht ergänzt wird.
Verwendet man verschiedene Farben in einem Raum , kann durch Ähnlichkeit oder Kontrast farbliche Harmonie erreicht werden. Ein Farbton kann also mit helleren oder dunkleren Nuancen des gleichen Tons kombiniert werden oder mit Farben, die sich deutlich davon abheben.
Ein unschlagbares Paar sind schwarz und weiß-Gegensätze sind spannend. Schwarze Wände und weiße Türen oder umgekehrt sind elegant und wirken extravagant.
Noch ein Tipp für die Praxis: In den Baumärkten gibt es Farbtonstreifen, die man mit nach Hause nehmen kann, um dort den Ton zu überprüfen. Doch aufpassen! Großflächig auf der Wand aufgetragen, sieht es immer eine Nuance dunkler aus als auf der Farbtonkarte. Daher sollte man die Farbe immer eine Schattierung heller auswählen.