Was am 1.September letzten Jahres begann, setzt sich auch 2010 fort: Nach den 100 Watt Glühbirnen verschwinden in diesem Jahr die 75 Watt Birnen bis im Jahr 2012 die Glühbirne nur noch Geschichte ist. Die zukünftigen Lichtjahre gehören Energiesparlampen und LEDs. Da viele Verbraucher noch nicht den richtigen Durchblick haben, bringt Immotion etwas Klarheit in das Lampengewirr.
Was am 1.September letzten Jahres begann, setzt sich auch 2010 fort: Nach den 100 Watt Glühbirnen verschwinden in diesem Jahr die 75 Watt Birnen bis im Jahr 2012 die Glühbirne nur noch Geschichte ist. Die zukünftigen Lichtjahre gehören Energiesparlampen und LEDs. Da viele Verbraucher noch nicht den richtigen Durchblick haben, bringt Immotion etwas Klarheit in das Lampengewirr.
„Aktion Eichhörnchen“ werden die Hamsterkäufe in den Baumärkten genannt. Glühlampennostalgiker räumen die Regale leer, denn vorhandene Glühbirnen dürfen ganz normal weiterverwendet werden. Es besteht keine Austauschpflicht. Die „Illuminatoren“ bangen um das warme Licht, das die alten Lampen so stimmungsvoll zu entfachen wissen. Sie fürchten, dass das Licht der Energiesparlampen immer blau ist. Doch dem ist nicht so: Mittlerweile ist das Licht einer Energiesparlampe mit dem einer herkömmlichen Glühbirne vergleichbar.
Es gibt sie in vier unterschiedlichen Lichtfarben:
Extra warm-weiß 2700 Kelvin
Warm-weiß 3300 Kelvin
Neutral-weiß 5000 Kelvin
Tageslichtweiß 5500 Kelvin
Steht auf der Verpackung beispielsweise -55 bedeutet dies die Farbtemperatur.
Man sollte aber nicht alle Glühbirnen auf einmal austauschen. Verbraucherzentralen raten, erst einmal verschiedene Modelle auszuprobieren. Einfach testen, welche Lichtfarbe sich für welchen Raum eignet.
In jedem Fall sollte man auf das Herstellungsdatum der Energiesparlampe achten. Billige Lampen sind meist älter und halten in der Regel nicht solange wie teure. Und was die Leuchtdauer betrifft: Bei Energiesparlampen beträgt diese zwischen 5000 und 15000 Betriebsstunden. Im Gegensatz zu Glühbirnen, die bei etwa 1000 Stunden schlapp machen. Experten empfehlen mit Blick auf Qualität und Lebensdauer Markenprodukte, die aber bis zu zehnmal so teuer sind wie die alten Birnen.
Keinesfalls muss man wegen der neuen Lampen ganze Leuchten austauschen. Weil die Schraubsockel der Lampen erhalten bleiben, können die Gewinde einfach weitergenutzt werden. Es gibt sie in den gängigen Gewindegrößen E14 und E27.
Manche Nostalgiker beklagen die Formen der neuen Lampen. Darauf haben die Hersteller reagiert und erhalten die Birnenoptik. Der Trennungsschmerz wird dadurch um einiges geringer.
Eine wichtige Frage, die immer wieder auftaucht-wie viel Watt muss eine Energiesparlampe haben?
25 Watt (Glühbirne) 5 bis 7 Watt (Energiesparlampe)
40 Watt 7 bis 9 Watt
60 Watt 11 bis 16 Watt
75 Watt 15 bis 20 Watt
100 Watt 20 bis 23 Watt
Gegner der neuen Energiesparlampen wettern, dass die Leuchtkörper bei weitem nicht soviel Energie sparen würden, wie Hersteller behaupten. Auch würden sie ein schlechteres Licht als Glühbirnen erzeugen und ungesund sein. Richtig ist, dass Energiesparlampen einen geringen Anteil an hochgiftigem Quecksilber enthalten. Ist eine Lampe zerbrochen, sollte man sie vorsichtig und mit Handschuhen aufheben. Sie gehören nicht in den Hausmüll oder Glascontainer, sondern in den Sondermüll. Wenn es stimmt, dass nur zehn Prozent der Haushalte dies beachten, ist sicherlich noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Manche Händler haben darauf reagiert und nehmen alte Energiesparlampen oder deren Reste zurück.
Doch was ist der effektive Spareffekt? Verbraucherschützer sagen: wird eine herkömmliche 60 Watt Glühbirne durch eine Energiesparlampe ersetzt und dies bei einer Leistung von 10000 Betriebsstunden kann man knapp 100 Euro sparen.
Wie man auch immer zum Glühlampenverbot stehen mag. Die EU besiegelte das Aus und 500 Millionen EU Bürger haben dies zu beachten. Ob es einem einleuchtet oder nicht.