Eine aktuelle OECD Studie, wonach österreichische Jugendliche besonders ungesund leben, gibt zu denken. In manchen Familien ist das Wissen über einen gesunden, nach-haltigen Lebensstil scheinbar verloren gegangen. "die umweltberatung" sucht deshalb Rezepte aus Naturprodukten für jede Jahreszeit, die zum Familienausflug mit mehr Be-wegung im Freien und zum Nachkochen verlocken!
Landesrat Dr. Stephan Pernkopf: „Wer über Herkunft und Verarbeitungsmöglichkeiten von Lebensmitteln Bescheid weiß, kann sich nach dem Motto ‚regional, saisonal, biologisch’ gesund und ökologisch ernähren. Wir müssen Kindern und Jugendlichen daher das Wissen über die verschiedenen Lebensmittel und gleichzeitig Freude an der Zubereitung vermitteln!“
Dazu eignet sich zum Beispiel ein Ausflug in die Natur, wo – je nach Jahreszeit – Wildkräuter, Beeren oder Schwammerl gesammelt und anschließend verkocht und gemeinsam gegessen werden.
Im Frühling Wildkräuter
Im Moment (von April bis Juni) ist zum Beispiel die richtige Zeit zum Bärlauchpflücken. Der aromatische Bärlauch wächst in großen Gruppen, z.B. im Auwald.
Wer ein Bärlauchfeld entdeckt, kann genug für eine oder mehrere Mahlzeiten sammeln. Dipl. Päd.in Petra Nemec, Ernährungsexpertin von "die umweltberatung": „Bärlauch ist reich an Vitamin C und lässt sich gut zu schmackhaften Pestos, Suppen, Salaten und Hauptspeisen verarbeiten.“ Aufpassen sollte man beim Sammeln allerdings wegen der Verwechslungsgefahr mit den giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen.
Nemec: „Das beste Unterscheidungsmerkmal ist der Geruch. Die Blätter der Maiglöckchen und der Herbstzeitlose sind beide geruchsneutral im Vergleich zum Bärlauch.
Beeren als Nachspeise
Nach den Wildkräutern wartet die Natur ab dem Frühsommer schon mit herrlichen Früchten auf. Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren & Co. sind vitaminreiche Naschereien. „Wer die Früchte selber sammelt, hat besonders viel Freude beim Naschen. Vor allem Kinder mögen den süß-säuerlichen Geschmack der Beeren.“, ergänzt Nemec.
Beeren findet man zum Beispiel am Waldrand (Himbeeren bzw. Brombeeren) bzw. im Wald (Heidelbeeren). Sie sind reich an Vitamin C, Folsäure, Kalium und bioaktiven Substanzen.
Erfrischung mit selbstgemachten Säften
Statt stark zuckerhältigen Getränken sind selbstgemachte Dicksäfte zum Verdünnen eine preis-günstige und gesunde Alternative. Mitte Mai blühen die Holundersträucher. Die weißen Blüten, beim Spaziergang gesammelt, können schnell, gemeinsam mit der ganzen Familie zu einem leckeren Holundersaft verarbeitet werden. Der Saft ist bei richtiger Lagerung dann das ganze Jahr über haltbar.
Rezeptvorschläge
Bärlauchpesto (für 4 Personen)
Zubereitungszeit ca. 15 Minuten
Zutaten: 3 handvoll frischen Bärlauch, 70ml Walnussöl oder Sonnenblumenöl, 70g gehackte Haselnüsse, 40g geriebener Hartkäse, Salz, Pfeffer
Zubereitung: Den Bärlauch fein hacken und mit dem Öl verrühren. Gehackte Haselnüsse und Hartkäse unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schmeckt besonders gut zu Nu-deln oder auf einem BIO Vollkornbrot.
Holunderblütensirup
Zubereitungszeit: 5 Tage
Zutaten: 12 Holunderblütendolden, 5 l Wasser, 5 Bio-Zitronen, 60 dag Zucker
Zubereitung: Die Holunderblüten waschen und abtropfen lassen. Die Zitronen waschen und in dünne Scheiben schneiden. Den Zucker in der halben Wassermenge auflösen, restliches Was-ser, Zitronenscheiben und Holunderblüten zugeben. Das Ganze ca. 5 Tage an einem warmen, sonnigen Platz stehen lassen, dabei öfters umrühren. Bilden sich Bläschen, den Saft durch ein feines Sieb oder sauberes Tuch abseihen und in Flaschen füllen.
Die Umweltberatung