In den letzten Monaten bestand die saisonale Küche hauptsächlich aus Kohl, Kraut und Rüben. Ab Ende März vergrößert sich die Auswahl an erntefrischem Gemüse aus Öster-reich: Spinat, Radieschen und Spargel sind die ersten Frühlingsgemüse. Wann, welches Obst und Gemüse Saison hat, erfahren Interessierte mit Hilfe des Saisonkalenders, den "die umweltberatung" rechtzeitig zum Frühlingsbeginn neu aufgelegt hat.
Die Jahreszeiten kulinarisch genießen
In vergangenen Zeiten konnte man die Jahreszeit auch am Menüplan erkennen. Durch verbes-serte Transport- und Lagermöglichkeiten sind die meisten Lebensmittel mittlerweile immer ver-fügbar. In den Supermarktregalen gibt es Erdbeeren im Dezember und Trauben im Mai. Eine abwechslungsreiche, gesunde und umweltschonende Ernährung sollte sich jedoch an den Jah-reszeiten orientieren und aus saisonalem Obst und Gemüse aus der Region, am besten aus biologischem Anbau, zusammengesetzt sein.
Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf: „Das ganze Jahr gibt es viele hochwertige Produkte aus Österreich. Genießen Sie die saisonale Vielfalt: Spargel im Frühling, Marillen im Sommer, Kürbis im Herbst und Vogerlsalat im Winter. Die regionalen Produkte der Saison sind besonders geschmacksintensiv und haben keine langen Transportwege hinter sich – das schont die Umwelt und stärkt die Wirtschaft.“
Erntefrisch am Frühlingstisch
Die Frühlingsernte beginnt mit Spinat. Dipl.Päd.in Petra Nemec, Ernährungsexpertin von "die umweltberatung": „Saison für Winterspinat ist von Ende März bis Mai, Sommerspinat gibt es von September bis November. In der übrigen Zeit ist Spinat aus dem Gewächshaus erhältlich.“
Auch die Vitamin C-reichen Radieschen stehen schon im April auf dem saisonalen Speiseplan. Petra Nemec: „Gleich in den ersten warmen Tagen werden Radieschen gesät. Nach wenigen Wochen können die ersten Früchte gartenfrisch geerntet werden.“
Ein weiteres beliebtes Frühlingsgemüse ist der Spargel. Heimischer Spargel hat von April bis Ende Juni Saison. In der übrigen Zeit wird Ware aus anderen europäischen Ländern (z.B. Frankreich, Spanien, Niederlande) bzw. aus Übersee (Südafrika, Chile, Argentinien, usw.) an-geboten. Der CO2 Vergleich zeigt, dass sich der regionale Einkauf im Frühling für das Klima lohnt. Spargel aus Chile verbucht alleine für den Transport ca. 350 g CO2/ kg. Spargel aus dem Marchfeld kommt auf ca. 9 g CO2/ kg.
Praktische Einkaufshilfe – der Saisonkalender
Der Saisonkalender von "die umweltberatung" zeigt für 48 Sorten Obst und Gemüse, zu welcher Jahreszeit sie in Österreich im Freiland wachsen und wann sie aus dem Vorratslager erhältlich sind. Das Poster unterstützt beim Einkaufen und passt auf jeden Kühlschrank. Gerade rechtzeitig zu Frühlingsbeginn hat "die umweltberatung" den Saisonkalender wieder neu aufge-legt. Kostenlose Bestellung (zzgl. Versandkosten) am Servicetelefon: 02742/ 71829 oder per Mail an niederoesterreich@umweltberatung.at
Kostenloser Download unter www.umweltberatung.at/downloads
Frühlings-Rezeptidee Zanderröllchen mit Spargel auf Blattspinat
Zubereitungszeit: 40 min
Zutaten: 5 Zanderfilets oder Forellenfilets, 1/8 l Sauerrahm, 1 Eiklar, 1 Bd. Spargel, 1 kg Blatt-spinat, etwas Weißwein, 1 Knoblauchzehe, 4 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer
Zubereitung: Eines der Zanderfilets mit dem Eiklar, Sauerrahm, Salz und Pfeffer zu einer Farce pürieren. Diese auf die vier übrigen mit Salz und Pfeffer gewürzten Filets verteilen und glatt streichen. Spargel schälen, in Stücke schneiden, die so lange wie die Filets sein sollten. Spar-gelstücke auf die Farce drücken, Fischfilets vorsichtig einrollen und mit Küchengarn zusam-menbinden. Zanderröllchen in Olivenöl bei nicht zu starker Hitze ca. 10 Min. auf jeder Seite bra-ten und mit der Pfanne im Backrohr bei 150 ºC warm stellen. Spinat waschen, kurz in kochen-dem Salzwasser blanchieren und mit etwas Knoblauch, Salz und Pfeffer kurz dünsten und mit einem Schuss Weißwein ablöschen. Spinat ohne Fonds auf Tellern anrichten und die Zander-röllchen darauf setzen.