Denkt man ans Tiroler Zillertal, steigen einem sofort Bilder von singenden Skilehrern, Bauernstuben oder Dirndln in den Kopf. Klischees einer Alpenidylle. Doch im Ort Ramsau gibt es ein Hotel, das eher an einen Hotspot in London oder New York erinnert und immer mehr eine urbane Gästeschicht anlockt. Der passende Name: Mountain and Soul.
Betritt man das Lifestylehotel , glaubt man in einem Club im New Yorker Meatpacking Destrict gelandet zu sein. Chilliges Design und dezenter Loungesound lassen dies vermuten. Doch vor den Panoramafenstern beeindruckt die imposante Bergwelt des hinteren Zillertals.
Stefan Eder, der seit sechs Jahren mit seiner Kristallhütte auch außerhalb Österreichs für Aufsehen sorgt, hat den vormals alpenländischen Gasthof vor drei Jahren gekauft. Gegen den Tiroler Mainstream hat er daraus ein flippiges Aktiv-und Wellness Hotel gemacht.
16 individuelle eingerichtete Zimmer und zwei Suiten mit klingenden Namen wie Liebesnest, Westafrika, Waidmannheil und BeigeBarock treffen immer mehr auf den Geschmack weitgereister Gäste. Zwei Hauskünstler haben daran mitgewirkt und stellen ihre Bilder und Skulpturen ständig aus.
Die Mountains sind vor der Tür und für den Soul sorgt ein junges, engagiertes Team mit Geschäftsführer Thomas Graf an der Spitze. Die Teamplayer kommen aus der Top-Gastronomie und teilen die Philosophie des Mountain and Soul. „ Wir versuchen eine persönliche Beziehung zu unseren Gästen herzustellen. Schon beim Ankommen sollen sie sich wie in ihrem Wohnzimmer fühlen. Eine familiäre Atmosphäre herzustellen, ist für uns alle besonders wichtig“, erklärt Thomas Graf.
Das gelingt in höchstem Maß. Nicht durch gekünstelte Freundlichkeit, sondern durch Charme und Aufmerksamkeit. Nicht nur junge, sondern auch junggebliebene Leute sind im Hotel Stammgäste. „ Wir haben ein Ehepaar aus Berlin öfters als Gäste hier. Der Mann ist 82 und seine Frau 72“, so Graf.
Zehn Minuten von den besten Zillertaler Skigebieten entfernt, liegt das Mountain and Soul auf einer Anhöhe über dem Ort Ramsau. Durch seine Fassade nicht zu übersehen. Der grüne Anstrich mit den pinken Flakes sorgte zu Beginn für ein Raunen unter manchen Einheimischen. Doch das hat sich inzwischen gelegt. „ Wir wollen mit unserem Hotel nicht nur Touristen ansprechen, sondern auch die Leute, die hier leben. Die Zillertaler haben uns langsam ertastet und fühlen sich als Gäste mittlerweile pudelwohl. Ob auf einen Drink an der Bar oder beim Essen in unserem Restaurant,“ freut sich Graf.
Dieses Restaurant wurde im Dezember letzten Jahres eröffnet und passend heißt es „Soul Kitchen“. Fusion –Küche, regional mit internationalem Einschlag. Von der Zillertaler Graukassuppe bis zu Thaifood, von einem Top Koch zubereitet.
Einen besonderen Spirit erlebt man auf der Terrasse und dem „Freigelände“ des Mountain and Soul. Von den ersten Sonnentagen im Februar bis zu den letzten Herbsttagen können Gäste in Strandkörben und flippigen Dedon Möbel relaxen. Ein beliebter Treffpunkt auch im Sommer -mit regelmäßigen Grill and Chill Barbecues samt Live-DJ.
Besonderes Highlight: der erste Zillertaler Sandstrand nach chinesischer Reisterrassentechnik. Nicht nur in der warmen Jahreszeit. Für geplagte Skischuhfüsse ist es eine Wohltat, sie in den warmen Sand zu stecken. Und ein großzügiger Wellnessbereich in Zen-Tradition bietet das komplette Relaxprogramm.
Kurz gesagt:Ein Komfortprogramm für die Urlauber, und das zu zivilen Preisen. So kosten vier Übernachtungen mit Frühstücksbüffet, Superskipass, White Lounge Party und einer Kristallhüttenkonsumation € 369.
Dem Team des Mountain and Soul ist es gelungen, den Gästen ein in Tirol wohl einzigartiges Urlaubserlebnis zu bieten. „ Wir verfolgen keine strikte Linie, sind unkompliziert und der Mensch soll bei und Mensch sein, ohne Fassade“ bringt es Thomas Graf auf den Punkt.
Das ist eben mit Soul gemeint.