Besondere Orte für den schönsten Tag im Leben
Schlösser, Kirchen, Gärten, Strände oder ein Berggipfel – wunderschöne und ungewöhnliche Orte zum Heiraten gibt es viele. Und wenn Sie es nicht wie Kate Middleton mit Ihrem Prinzen (oder Ihrer Prinzessin) in die Westminster Abbey schaffen, haben wir hier einige andere Vorschläge für Sie.
Las Vegas für spontane und verspielte, die Kulisse Venedigs für besonders romantische oder ein Sandstrand in Florida für Pärchen, die sich gerne den Elementen aussetzen. Ein besonderer Ort kann den „schönsten Tag im Leben“ gleich noch unvergesslicher werden lassen.
Exklusive Orten haben allerdings ihren Preis und Städte, die besonders häufig von Heiratswilligen gestürmt werden, sind inzwischen mitunter dazu übergegangen, spezielle und zum Teil recht hohe Steuern oder Gebühren von auswärtigen und insbesondere ausländischen Gäste, die hier vor den Traualtar oder den Standesbeamten treten wollen, einzuheben.
Papierkram entsteht bei einer Hochzeit immer. Wer im Ausland heiratete, der muss damit rechnen, dass dieser umfangreicher und komplizierter wird. Bei aller Romantik ist also Organisationstalent gefragt. Außerdem schadet es nicht, möglichst früh mit der Planung zu beginnen, denn es kann immer etwas dazwischen kommen.
Grundsätzlich sollten Sie sich mit dem für Sie zuständigen Standesamt in Verbindung setzen, das Ihnen erste Auskünfte darüber geben kann, welche Dokumente Sie benötigen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Sie am Tag der Hochzeit nicht mitsamt allen Gästen unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antreten müssen.
Mitbringen sollten Sie jedenfalls einen Reisepass, die Geburtsurkunde und ein Ehefähigkeitszeugnis (stellt das Standesamt aus). Heiratsurkunden von früheren Ehen sowie den Nachweis über deren Auflösung bzw. wenn Sie Witwe oder Witwer sind, die Sterbeurkunde des Partners. Abzuklären ist auch, welchen Namen die Ehepartner bzw. die Kinder führen werden. Je nach Land sind weitere Unterlagen erforderlich.
Unbedingt müssen Sie sich daher bei der ausländischen Behörde, die die Trauung vornimmt, genau über alle notwendigen Dokumente informieren. Nur so bekommen Sie wirklich verbindliche Aussagen. Sollten Sie die Sprache des Landes nicht wirklich gut beherrschen, kann zur Sicherheit ein Dolmetscher nicht schaden. Eventuell müssen Sie Urkunden übersetzen lassen. Die Bestimmungen sind allerdings höchst unterschiedlich.
Einfacher – wenngleich auch teurer - wird die Sache durch Unterstützung von professionellen Heiratsplanern, die Ihnen alle organisatorischen Details und viele Formalitäten abnehmen können.
Am unkompliziertesten heiratet es sich wohl in Las Vegas. Jedes Jahr werden in dieser Stadt über 120.000 Ehen geschlossen. Alles, was Sie mitbringen müssen, um „Ja“ bzw. „Yes, I do“ sagen zu können, ist ein gültiger Reisepass. Das Paar muss damit persönlich beim License Bureau vorbeikommen und sich eine Heiratslizenz ausstellen lassen. Das kostet 60 Dollar. Geöffnet ist an 365 Tagen im Jahr von 8 bis 24 Uhr.
Dann können Sie Ihren Wünschen freien Lauf lassen: Fahren Sie im rosa Cadillac zur Trauung und lassen Sie sich danach vom Hubscharauber abholen - hier ist wirklich fast alles möglich. Sollten Sie sich wirklich spontan entschlossen haben zu heiraten, gibt’s fast alles auszuleihen: vom Brautkleid bis zu den Trauzeugen. Einen Termin in einer der unzähligen Hochzeitskapellen sollten Sie allerdings vereinbaren, denn wie gesagt, in Las Vegas herrscht reger Andrang an Heiratswilligen.
So einfach ist es aber in den USA nicht überall, denn das Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat je nach Bundesstaat sehr unterschiedliche Regelungen. In manchen Staaten müssen Sie sogar einen Bluttest vorweisen.
Die Strände von Florida oder Hawaii sind besonders beliebte Ziele zum Heiraten. Barfuß im Sonnenuntergang am Sandstrand oder auf einer schönen Klippe, das lässt das Herz mancher Verliebter höher schlagen. Ein weiterer Vorteil: Die Flitterwochen sind gleich inklusive und vielleicht ist der verwandtschaftliche Anhang bei einer so weiten Reise auch nicht ganz so groß.
Wer nicht gleich eine halbe Weltreise zu einem besonders exotischen Ziel antreten will, aber trotzdem ein wenig südliches Flair genießen möchte, der ist vielleicht mit einer Hochzeit in Italien gut beraten. Was könnte romantischer sein als Venedig? Die einzigartige Kulisse der Stadt, ein venezianischer Palazzo oder eine der vielen kleinen Kirchen und nachdem Sie die Ringe getauscht haben, schaukeln Sie in der Gondel zum Hochzeitsfest – ein ganz bestimmt einzigartiges Erlebnis.
Ein exklusiver Platz sind auch die historischen Mauern von San Galgano, der Ruine einer alten Benediktinerabtei in der Toskana. Das Dach hat diese große gotische Kirche über die Jahrhunderte eingebüßt, was die Location umso beeindruckender macht. Ein einfacher Steinaltar ist alles, was sich daran an „Möblierung“ befindet. Mehr werden Sie aber auch nicht brauchen.
Am Hügel steht außerdem die Kapelle von Montesiepi, die durch ihre runde Form besticht. Durch diese Mauern weht der Mythos von König Artus und seinen Rittern, denn hier befindet sich das wahre Schwert im Fels - die italienische Version von Excalibur sozusagen. Im 12. Jahrhundert erschien dem reichen, selbstsüchtigen Galgano der Erzengel Michael. Die Aufforderung, materiellen Dingen zu entsagen, tat er mit der Aussage, dies sei so schwer, wie einen Felsen zu spalten, ab. Zur Demonstration nahm er sein Schwert und rammte es in den Stein, der plötzlich so weich wie Butter war, so die Legende. Darum herum wurde die kleine Kirche gebaut. Wer will, der kann genau vor dem Schwert heiraten – und sich auf die ideellen Werte konzentrieren.