Höher, größer, luxuriöser, schneller: Obwohl es auch hier schon kriselte, wird in den Vereinigten Arabischen Emiraten weiterhin gebaut, was das Zeug hält. Sprudelnde Ölquellen machen es möglich. Abu Dhabi wartet jetzt mit dem größten Indoor-Themenpark der Welt auf und dem einzigen, der der Leidenschaft Ferrari gewidmet ist. Hier dreht sich alles um die roten Flitzer. Schließlich ist ein Ferrari nicht nur ein Auto. Zu finden ist unter anderem die schnellste Achterbahn der Welt.
Der Park zollt der roten Leidenschaft, der Leistung und den technischen Innovationen von Ferrari Tribut. Ein Vergnügungspark mit zwanzig verschiedenen Bahnen, 30 echten Ferraris, sechs Restaurants, einem Museum und einem Shop, das bietet die Ferrari World Abu Dhabi, die seit Ende Oktober 2010 für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die glanzvolle Geschichte des italienischen Autobauers wird hier lebendig und der Besucher kann vorübergehend ein Teil davon werden.
Betrieben wird der Park allerdings nicht von Ferrari, sondern vom größten Immobilienentwickler und Investor der Gegend, Aldar Properties PJSC. Der Probebetrieb, der Ende November abgeschlossen wurde, hatte bereits tausende begeisterte Fans und Familien angezogen, zeigen sich die Betreiber vom positiven Feedback begeistert. Darunter waren Kanye West, Prinz Albert von Monaco, Jeremy Renner, die Jonas Brothers, Fernando Alonso und Felipe Massa.
Mit „Formula Rossa“ wurde in der Ferrari-World die schnellste Achterbahn der Welt errichtet. Der Adrenalin-Kick ist garantiert. Im Formel 1-Cockpit darf man nur mit Schutzbrillen Platz nehmen, schließlich beschleunigt die Bahn in 4,9 Sekunden auf unglaubliche 240 km/h. Bis in eine Höhe von schwindelerregenden 52 Metern führt die Fahrt, bevor es mit viel Schwung in die Schikanen geht. 2,7 Kilometer ist der Track lang.
“Speed of Magic” wird besonders die Kinder begeistern. Dabei handelt es sich um eine vierdimensionale Fahrt durch Traum-Welten zu Orten, an denen selbst ein Ferrari noch nie war. Der 3-D-Film wird durch Licht-, Temperatur und Bewegungseffekte aufgepeppt.
Bei der Küche holte man sich ebenfalls Inspiration aus Italien. Wer eine Stärkung braucht, sollte also gut versorgt sein. In den sechs Restaurants sorgen vier mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Köche für das leibliche Wohl der Gäste.
Der Eintrittspreis ist nach Körpergröße zu bezahlen: Ab 150 cm sind knapp 50,- Euro zu berappen. Damit können sämtliche Attraktionen benützt werden. Wer es gern exklusiver haben will, für den gibt es auch VIP-Karten. Montags ist der neue Besuchermagnet von Yas Island übrigens geschlossen. Yas Island hat eine Fläche von 2500 Hektar und ist ganz der Freizeit, dem Vergnügen und dem Lifestyle gewidmet.
Die Zahlen zum Bauwerk sind durchaus beeindruckend: Von November 2007 bis Oktober 2010 wurde am Park gebaut, der über eine Gebäudegrundfläche von 86.000 Quadratmetern verfügt. 100.000 Kubikmeter Beton und fast doppelt so viel Stahl wie beim Eiffelturm in Paris wurden verbaut. Das Dach misst 700 Meter in der Diagonale, der Bau des selbigen dauerte 14 Monate. Mit 65 Metern Länge befindet sich dort auch das größte je entworfene Ferrari-Logo.
Entworfen wurde das Gebäude vom Architekturbüro Benoy. Entstanden ist eine Halle, die die geschwungene Form eines Ferraris widerspiegeln soll. Direkt inspiriert ist die Form angeblich von der Seitenansicht eines Ferrari GT.