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Vom Erdgas bis zur Wärmepumpe- die unterschiedlichen Heizvarianten und wichtigsten Fakten im Überblick

Redaktion Immotion  02.09.2010

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Es gab Zeiten, da war das Heizen unserer Wohnungen und Häuser nur von Herbst bis Frühling ein Thema. Klimawandel und kalte Sommer zwingen uns das ganze Jahr über zu hohen Heizkosten und immer mehr Energieverbrauch. Der sollte aber auch schon bei der Hausplanung berücksichtigt werden. Immer mehr Bauherren entscheiden sich für ein energieeffizientes Bauen. Doch es stellt sich die Frage, welche Heizung soll es sein. Immotion stellt die unterschiedlichen Heizvarianten vor.

Solarenergie und Wärmepumpen

In herkömmlichen Häusern kann die Kraft der Sonne zur Aufbereitung des Warmwassers und zur Unterstützung der Heizung verwendet werden. Wärmepumpen nutzen die im Erdreich, im Wasser oder in der Luft gespeicherte Sonnenwärme. Mittlerweile gibt es optisch unauffällige Solarkollektoren, die mehr architektonische Freiheit gewähren und einen ganzen Haushalt beheizen. Fotovoltaik wandelt Sonnenenergie mittels Solarzellen in elektrische Energie um.

Ziel dieser Variante soll sein, dass mehr Strom geliefert als verbraucht wird. Eine thermische Solaranlage dient zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung.

Sehr hilfreich ist, wenn bei einem Haus die Glasflächen optimal ausgerichtet sind. Dadurch kann ein hoher Teil des erforderlichen Energiebedarfs über solare Gewinne gedeckt werden. Der Restenergiebedarf kann abhängig von den örtlichen und finanziellen Möglichkeiten über alternative Wärmeerzeuger erfolgen. Für die Erwärmung von Brauch-und Heizungswasser kann die Sonne zusätzlich über eine Solaranlage mit einem Pufferspeicher genutzt werden.

Holz und Pellets

Aus der Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes sollte man- wenn möglich- von Kohle, Gas oder Öl auf erneuerbare Energien umsteigen. Für die Anschaffung einer Holz- oder Pelletsheizung braucht man allerdings einen großen Lagerraum und muss regelmäßig die Asche entfernen. Dabei bewährt sich die Anschaffung eines Heizkessels, der über zwei Verbrennungskammern verfügt und automatisch zwischen den beiden Betriebsvarianten Holz und Pellets wählt. Vor allem im Frühling oder Herbst ist das System äußerst effizient und spart effektiv Energiekosten. Holzpellets werden ohne Zusatz von Hilfsstoffen hergestellt, in dem das Sägemehl bei höherer Temperatur durch eine Lochmatrize gepresst wird. Meist wird das System über Solarpaneele unterstützt. So kann das Warmwasser über die entsprechenden Kollektoren in den Pufferspeicher gelangen. So kann dieser effizienter genutzt werden und je nach Bedarf kann mit Pellets dazu geheizt werden. Bei der Installation sollte man beachten, dass der Pufferspeicher ausrechend groß ist, 1000 Liter sind empfehlenswert.

Öl und Erdgas

Viele können nicht darauf verzichten, moderne Kessel zahlen sich aus. Neuartige Niedertemperatur –oder Brennwertkessel nutzen den Brennstoff besser aus und sparen so Heizkosten. Daher zahlt sich bei der Nutzung eines Ölkessels eine Modernisierung ungemein aus. Aus ökologischer Sicht gilt das ausschließliche Heizen mit Öl oder Gas aufgrund der hohen Kohlendioxid –Emissionen aber trotzdem nicht mehr als sinnvoll. Moderne Gebäude verwenden meist eine Mischung aus verschiedenen Systemen, etwa Öl und Solarenergie, beziehungsweise Pellets.

Erdwärme

Nicht alle Bauvorhaben können mittels Geothermik geheizt werden, da hier geologische Begebenheiten eine zentrale Rolle spielen. Mithilfe der Tiefenbohrung oder von Flächenkollektoren wird die Wärme über spezielle Kollektoren in den Pufferspeicher abgegeben. Diese wird dann komprimiert und auf ein bestimmtes Energieniveau angehoben. Die daraus entstehende Wärme kann etwa über Fußboden- oder Wandheizung abgegeben werden. Um Erdwärme gewinnen zu können, gibt es zwei verschiedene Arten: die Tiefenbohrung oder die Flächenkollektoren. Der Wärmeaustausch erfolgt durch horizontal oder vertikal verlegte Kollektoren. Der Erde wird Wärme entzogen. Diese wird so verdichtet, dass sie via Wärmepumpe dem Heizsystem hinzugefügt wird. Sowohl bei der Tiefenbohrung als auch bei den Flächenkollektoren müssen einerseits bestimmte Abstände zu den Grundgrenzen berücksichtigt werden und anderseits auch entsprechende Bau-Bewilligungen von Behörden eingeholt werden.

Egal für welche Variante man sich entscheidet –oberstes Gebot ist es zu prüfen, ob der gesamte Energieverbrauch pro Person in heute üblichem Maße aufrechterhalten werden kann.

Übrigens: heimische Banken belohnen energieeffizientes Bauen und Sanieren mit günstigen Krediten. Immotion wird darüber in einer Fortsetzung informieren.

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