Der Garten soll eine ganz persönliche Wohlfühloase sein. Ein Ort zum Zurückziehen vor der lauten, schrillen Welt. Die richtigen Möbel spielen dabei eine wesentliche Rolle. Höchste Zeit, sie aus dem Winterquartier zu holen oder sich nach neuen, schönen Stücken umzusehen. Ein Spezialist im Bereich der Gartenmöbel ist Oskar Weishäupl. Er mag Teakholz und Sonnenschirme, setzt auf Handwerk und langlebiges Design.
Romantik hält heuer in den Gärten, auf Terrassen und Veranden Einzug. Und sie tut das in den Farben weiß, blau, türkis und koralle. Auch die klassische Eleganz erlebt eine Renaissance. Um Orte zu schaffen, an denen die Seele besonders schön baumeln kann, wird beim Gestalten der Außenbereiche inzwischen oft fast so viel Aufwand betrieben wie im eigentlichen Wohnbereich.
Mit den Weishäupl-Werkstätten in Stephanskirchen bei Rosenheim will Firmenchef Oskar Weishäupl „Qualität für die schönen Augenblicke des Lebens“ liefern, wie der Firmenslogan verspricht. Die Philosophie dahinter? Die Momente menschlichen Glücks währen vielleicht nur kurz, daher sollte man sie so intensiv wie möglich genießen. Dazu möchte Weishäupl beitragen. Handwerkliche Tradition, die bestmöglicher Qualität dient, steht daher an erster Stelle. Liebe zum Detail und hingebungsvolle Sorgfalt gehören ebenso dazu. Denn, so die Überzeugung: „Herz und Hand vermögen, was Maschinen nie können. Sie geben den Dingen eine Seele.“
Wer diesen emotionalen, leicht pathetischen Zugang zu Gartenmöbeln für leere Worthülsen hält, liegt falsch. Oskar Weishäupl beschäftigt in seinem Unternehmen fast ausschließlich gelernte Handwerker: „Die können auch lieb gewordenes Altes wieder aufmöbeln und Pläne von Architekten umsetzen“, erzählt er. Schnelllebige, vergängliche Trends sind nicht sein Ding. Immerhin geht die Klassik-Gruppe was das Design betrifft auf das Jahr 1850 zurück und ist immer noch aktuell.
Seine Liebe zum Handwerk beweist Oskar Weishäupl auch als Herausgeber des Buches „Der Hände Arbeit“, in dem 17 ganz besondere europäische Handwerksbetriebe vorgestellt werden. Eine Hommage an das Handwerk: Vom Gondelbauer in Venedig über einen Schuster und einen Karusellbauer sind besonders faszinierende Charaktere vertreten.
Welche Möbel in seinem Garten zu finden sind? Die eben angesprochenen Klassik-Gruppe und natürlich Weishäupl-Sonnenschirme. Denn von Markisen und Planen als Schattenspender hält Weishäupl eher wenig. Das Schirmmodell mit dem knallbunt gestreiften Stoff wurde bei seiner Einführung skeptisch betrachtet, entwickelte sich allerdings schnell zum Verkaufsschlager. „Was zum Trend wird, kann man im Vorhinein nie so genau sagen“, weiß der Firmenchef aus 40-jähtiger Erfahrung.
Lust, die Wochenendzeitung oder ein (dickes) Buch im Garten zu konsumieren macht Schaukelstuhl „Rockingham“. Neu im Programm ist die Linie „Prato“ aus wetterbeständigem Gurtgeflecht in zeitlos klassischem Design. Außerdem führt Weishäupl die Aluminium-Möbel des italienischen Anbieters Fast – mediterran und farbenfroh präsentiert sich die Palette. Fast noch ein Geheimtipp, der in Deutschland nur über Weishäupl zu beziehen ist.
Bei den oft Wind und Wetter ausgesetzten Möbeln auf der Terrasse oder im Garten setzt er neben Metallen sehr viel Holz ein. Teak ist das beliebteste. „Etwas Besseres gibt es nicht“, stellt Weishäupl klar. Daran haben auch Diskussionen über die Raubnutzung der Urwälder nichts geändert. Das liegt unter anderem daran, dass das aus Asien stammende Tropenholz auch in Plantagen angebaut werden kann und so die ursprüngliche Umwelt nicht belastet wird. „Es gab Versuche, im Außenbereich vermehrt heimische Holzmöbel einzusetzen aber diese müssen so stark chemisch behandelt werden, dass ich meine Kinder nicht darauf sitzen lassen würde“, erläutert er.
Das Teakholz hat durch seinen hohen Anteil an ätherischen Ölen und Naturkautschuk eine hohe Resistenz gegen Pilze und Insekten und somit eine hohe Witterungsbeständigkeit. Das wurde früher besonders im Schiffsbau geschätzt. Mit edlen, unverwechselbaren Farbtönen punktet das Holz auch optisch.
Gegen das natürliche Altern sind auch die besten Materialien nicht gefeit. Daher kommt es bei Möbeln, die draußen im Einsatz stehen, ganz besonders auf die Pflege an.