Was mit dem Wunsch begann, Pflanzen zu schützen entwickelte sich in den letzten Jahren zum Wohntrend-der Wintergarten. Draußen Eis und Schnee und in der Winterdependance die Teestunde zelebrieren. Wintergärten erhöhen die Wohn-und Lebensqualität erheblich. Doch vor der Planung und Anschaffung sind einige wichtige Punkte zu beachten.
Die Urform des Wintergartens entstand 1881 in Österreich: das Palmenhaus in Schönbrunn. Hauptsächlich als Schutz für tropische Pflanzen und Früchte gedacht. Gebaut als Stahl-Glaskonstruktion , bei der Generalsanierung vor knapp 30 Jahren griff man neben Glas zu Aluminium. Und aus diesem Material werden Wintergärten für Einfamilienhäuser gebaut. Meistens als Anbau, dessen Dach und Seitenwände in der Regel aus Glas bestehen. Richtig konstruiert , nutzt der Wintergarten den Glashauseffekt, um ein behagliches Wohnklima zu schaffen.
Aber warum Aluminium? Es ist extrem wetterbeständig, dauerhaft fugendicht, es gewährleistet hohen Schallschutz und sorgt für ausreichende Langzeiterwärmung. Schlecht konstruierte Wintergärten kühlen rasch aus oder weisen sogenannte Kältebrücken auf, die die Heizkosten im Winter erhöhen.
Wichtig vor allem ist bei der Planung des Wintergartens die richtige Ausrichtung. Ideal ist Süden oder Süd-West. Aber auch die Umgebung ist wichtig. Wie stark ist die Sonneneinstrahlung und die Beschattung. Auch Umwelteinflüsse wie Wind, Laub und Staub gehören eingeplant.
Die passive Sonnenenergienutzung führt selbst bei geringer direkter Sonneneinstrahlung zu einer spürbaren Aufheizung der Innenraumluft. Ist ein Zugang von Wohn-oder Esszimmer möglich, verringert sich auch für diese Räume die Heizleistung. Wird der Wintergarten nicht als Wohnraum genutzt, sollte er vom Haus durch Türen abgetrennt werden. Bei ganzjähriger Nutzung hingegen, muss neben einer ausreichend dimensionierten Heizung auch über ein automatisches Lüftungssystem verfügen. Vorher aber die Pflanzenwahl und die Art der Inneneinrichtung klären.Die Heizung sollte so angelegt sein, dass eine Luftbewegung an der Innenseite der Gläser möglich ist. Eine automatisch gesteuerte Wintergartenlüftung verhindert eine Überhitzung im Sommer und Feuchteprobleme im Winter, wenn man einmal längere Zeit nicht zuhause ist.
Auch die Dachform ist wichtig. Sie sollte sich architektonisch gut in die Gesamterscheinung des Hauses einfügen.
Das Positive für die Geldbörse: Die meisten Bundesländer fördern energiesparende Maßnahmen und damit auch Wintergärten.
Ein Wintergarten leistet durch ein verbessertes Raumklima, mehr Licht sowie ein Ambiente das der Seele gut tut, einen wertvollen Betrag für die Gesundheit. Und die Pflanzen darin schüren schon wieder die Sehnsucht nach dem Sommer.