Bioprodukte stehen längst nicht mehr nur im Kühlschrank. Ein Vorreiter, der ökologisches und soziales Verantwortungsbewusstsein daheim einziehen ließ, ist Grüne Erde. Heute gibt es neben Möbeln, Matratzen, Textilien, Accessoires auch Naturkosmetik, Lebensmittel und eine eigene Hotellinie.
Bio ist in und das Gute liegt so nah. Das haben wir in den vergangenen Jahren doch schon öfter gehört? Was gut und einfach klingt, stößt in der Praxis einer globalisierten, schnelllebigen Wirtschaftswelt, die alles schneller, höher, weiter und vor allem billiger haben will, meist schnell an die Grenze des Machbaren. Ein Pionier, bei dem dies selbstverständlich und fast spielerisch gelingt, ist Grüne Erde.
Der Weg ist konsequent und er ist grün. Von schadstofffreien Rohstoffen über eine saubere Produktion bis zur Recyclebarkeit der Materialien. Für Grüne Erde wird ausschließlich in höchster Qualität nach bestmöglichen Umweltstandards mit fairen Löhnen und Arbeitsbedingungen produziert. Hohe Qualität des Materials und der Arbeit sowie Design, das altern kann, verleihen den Produkten eine selten gewordene Langlebigkeit. Ob das auch noch schön aussehen kann? Die Antwort ist hier ebenso klar wie deutlich: Ja! Natürlich gibt es das aber nicht zu Diskonterpreisen.
Neu im Programm sind heuer Möbel aus dem Holz der Schwarznuss, das als kostbarste, nicht-tropische Edelholzart gilt. Wie auch alle anderen von Grüne Erde verarbeiteten Hölzer stammt diese dekorative, elegante Holzart aus europäischer, nachhaltiger Forstwirtschaft. Verarbeitet wird der edle Rohstoff in einer Tischlerei in Kärnten. Die dunkle, schokoladen- bis kaffeebraune Färbung zeichnet das Holz aus, das z. B. für das Bett zum Einsatz kommt.
Den Weg vieler Unternehmen, die Produktion in asiatische Billiglohnländer auszulagern und damit den hohen mitteleuropäischen Lohnkosten und Umweltstandards auszuweichen, geht Grüne Erde nicht. Daher wird mit einem mit einem hohen handwerklichen Anteil in Klein- und Mittelbetrieben produziert. Mehr als 90 Prozent davon in Österreich und Deutschland, der Rest in angrenzenden EU-Staaten. Die Transportwege sollen möglichst kurz sein und die Wertschöpfung im Lande bleiben.
Produziert wird schadstofffrei. Kunststoffe, Lacke, Spanplatten oder synthetische Schaumstoffe sucht man bei Grüne Erde demnach vergeblich. Metalle werden nur eingesetzt, wenn es aus funktionellen Gründen nicht anders geht. Einfach miteinander verschraubt wird hier nichts. Stattdessen wird mit bewährten, tischlermäßigen Holzverbindungen gearbeitet. Das Design der Möbel ist durchdacht, springt nicht auf jede Modeströmung auf, ist klar und sachlich aber auch warm und natürlich. Meist sind es zeitlose, schlichte Schönheiten mit besonderem Charme.
Verbundenheit mit der Natur kann man auch beim Schminken zeigen. Biologische Naturkosmetik von Grüne Erde soll natürliche Pflege mit hochwertigen Rohstoffen garantieren: Kein Erdöl, keine Silikone oder Konservierungsmittel stecken in diesen Produkten. Tierversuche sind natürlich ebenso tabu. Stattdessen kann man Babyhaut mit Stutenmilch aus artgerechter Tierhaltung verwöhnen, zart duftende Körperbutter auf der Haut schmelzen lassen und mit Make-up aus fein vermahlenen mineralischen Pigmenten und Farbstoffen den Teint auffrischen. Natur pur, die sonst oft nur auf der Packung steht, hier aber wirklich drin ist. Ein Großteil dieser Naturkosmetik wird im eigenen Kosmetiklabor im oberösterreichischen Almtal hergestellt.
Die ökologischen und sozialen Ansätze bei Grüne Erde reichen weiter, als es für die Kunden auf den ersten Blick offensichtlich ist. Grüne Erde arbeitet seit 26 Jahren größtenteils in alten, selbst renovierten und adaptierten Gebäuden. Muss doch einmal eines neu gebaut werden, dann nach baubiologischen Kriterien - umweltfreundlich und energiesparend. Für die Mitarbeiter gibt es Bio-Obst und Fair-Trade Kaffee. Postpakete werden statt mit Kunststoff-Klebeband mit Papierklebeband verschlossen. Beim Transport setzt das Unternehmen bei Rohstoff- und Produkttransporten auf die Bahn sofern eine Möglichkeit besteht.
1983 als reines Versandhaus gegründet, ist Grüne Erde heute als Produzent weiterhin Vorreiter der Ökologiebewegung. Zwischenhändler gibt es nicht. Grüne Erde wendet sich nur direkt an die Kunden: Über zwölf Shops in Österreich und Deutschland, Katalog und Internet.
In Österreich gibt es Grüne Erde-Wohnwelten bzw. Schauräume in Graz, Innsbruck, Linz, Scharnstein und Wien; Naturkosmetik-Shops in Linz, St. Pölten, Villach und Graz.