Im höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai, eröffnete der italienische Designer Giorgio Armani heuer sein erstes Luxushotel. Durch und durch und bis ins kleinste Detail trägt es seine Handschrift, die von zeitloser, schlichter Eleganz geprägt ist. Die Gäste sollen hier eine neue Dimension der Gastfreundschaft erleben.
Das Armani Hotel nimmt die ersten acht Etagen sowie die Stockwerke 38 und 39 des Burj Khalifa ein und bildet das Flagschiff unter den dort angesiedelten Hotels. Eine äußerst exklusive Nächtigungsadresse und ein Ort voll durchdachter und anspruchsvoller Schönheit, wie es der Werbeslogan verspricht.
Fast fünf Jahre hat Armani dem Projekt gewidmet. Bei der Eröffnung des Hotels am 27. April 2010 erklärte er, warum: „Lange Zeit war es mein Traum, ein Hotel zu haben, in dem ich selbst gerne bleiben und in das ich meine Familie und meine Freunde einladen würde.“ Ein Traum, der nun Wirklichkeit geworden ist.
Armani hat alles selbst entworfen bzw. ausgesucht. Von den Vorhängen über die Teppichböden bis zu den Möbeln und den Düften. Der Stil ist ästhetisch, elegant, schlicht, zeitlos, mitunter etwas kühl aber auf jeden Fall luxuriös. Und praktisch, denn so hat es der Mailänder gerne. Auch was seine Mode betrifft. Die Materialien sind edel und schaffen eine stylisch-harmonische Welt, die man bald auch an anderen Orten der Welt entdecken können soll.
Denn Giorgio Armani, inzwischen 76 Jahre alt, hat große Pläne: Zumindest zehn Hotels in den wichtigsten Städten und Urlaubsdestinationen weltweit sollen in den nächsten zehn Jahren entstehen. Das zweite Hotel wird im kommenden Jahr in seiner Heimatstadt Mailand eröffnen, Marrakesch, Marassi, New York, Tokio, Shanghai und London sollen folgen.
Sich zu Haus fühlen, auch wenn man fern der Heimat ist, das sollte mit dem Konzept verwirklicht werden. Denn Reisen, so die Philosophie, ist ebenso eine emotionale wie eine physische Angelegenheit. Gastlichkeit und Service bilden daher wesentliche Elemente. Jedem Gast wird ein eigener „Lifestyle Manager“ zur Verfügung gestellt: Vom Augenblick der Reservierung bis zur Abreise und sogar darüber hinaus kümmert sich dieser nicht nur im Hotel um die Wünsche und Bedürfnisse der Gäste.
160 Zimmer und Suiten stehen zur Verfügung. Von „bescheidenen“ 45 bis überaus geräumigen 390 Quadratmetern. Die Räume haben, wie der Turm, in dem sie untergebracht sind, eine einzigartige Form. Die geschwungenen Wände sind mit edlen Stoffen und handgegerbtem Leder aus Florenz überzogen, grüner Marmor aus Brasilien dominiert die Badezimmer und am Boden tritt man auf Tatamis aus Japan.
Ebenfalls zum Hotel gehören ein Nachtclub, ein Spa-Bereich und acht Restaurants (nur nach Reservierung). Die kulinarischen Genüsse reichen – ganz kosmopolitisch, wie man sich in der Stadt gerne gibt - von indisch über italienisch bis japanisch. Die Speisekarten hat, Sie haben es sicher erraten, ebenfalls der Modeschöpfer höchstpersönlich zusammengestellt. Außerdem gibt’s Blumen, Süßigkeiten und Haute Couture von Armani. Oberhalb des Hotels befinden sich noch 144 luxuriöse Privatresidenzen.
Im Stadtentwicklungsgebiet „Downtown Dubai“ bildet der Burj Khalifa das neue Herzstück. Geschätzte 20 Milliarden Dollar sollen in den nächsten Jahren nach Downtown fließen. Das Nutzungskonzept umfasst alles von Einkaufen, Wohnen, Unterhaltung bis Freizeit.
Mit 828 Metern Gebäudehöhe ist der Turm das höchste Bauwerk der Welt. Geplant hat es Adrian Smith für das Architekturbüro Skidmore, Owings and Merrill in Chicago. 163 der 189 Stockwerke sind auch nutzbar. Die höchste per Aufzug erreichbare Etage liegt auf 638 Meter. Die Geschossfläche beträgt unglaubliche 517.240 Quadratmeter. Zirka 1 Milliarde Euro soll der Bau der Stahlbetonkonstruktion mit Alu-Glas-Fassade gekostet haben. Baustart war am 21. September 2004, am 4. Januar 2010 wurde das Gebäude eingeweiht.