Nicht nur Schwitzen steht beim Saunieren im Vordergrund. Auch die Stärkung der Abwehrkräfte und vor allem persönliches Wohlbefinden. Gerade in der Winterzeit bekommt das heiß-kalte Relaxen durch die Temperaturunterschiede einen besonderen Reiz. Das Saunaerlebnis wird immer vielfältiger. Von der klassischen Blockhaussauna bis zur Südsee Sauna reicht die Palette.
In unserem Nachbarland Deutschland saunieren jetzt schon bis zu 30 Millionen regelmäßig und auch hier in Österreich wird der Gang in den „ Schwitzkasten“ immer beliebter. Fast jedes Hotel ist mit einer Sauna, Dampfbad oder Infrarotkabine ausgestattet. Und auch zuhause wird das Saunieren immer mehr zu einem leistbaren Vergnügen. Es gibt schon Saunas für den Heimbetrieb ab ca 1300 Euro zu kaufen. Das sind allerdings Standardmodelle. Es gibt aber auch viele neue Ideen für die Sauna zuhause und die Hotellerie.
Kelosauna
Sie unterscheidet sich zur klassischen ,finnischen Sauna durch ihr besonderes Holz. Kelo-Kiefer ist die jahrhundertealte, ausgedorrte Polarkiefer. Es kann sich dadurch nicht mehr verziehen und ist absolut witterungsbeständig. Das Besondere daran: Es hat eine silbergraue Färbung und es duftet würzig-harzig bei Erwärmung. Ein Aufguss benötigt eigentlich nur Wasser.
Exotisches Saunavergnügen
Auch wenn das Schwitzen in der Sauna im kalten Finnland erfunden wurde, kann man mittlerweile auch exotisches Vergnügen erleben. Wem eine Reise in die Südsee oder Karibik zu weit oder zu teuer ist, hat eine Auswahl der besonderen Art. In der Südseesauna versprühen bei 95 Grad exotische Gerüche beim Aufguss exotisches Flair. Bei der afrikanischen Sauna schüttet man in der Mitte Wasser auf eine Hitzequelle, um Wasserdampf zu bilden. Intensiviert werden die Effekte auf den Körper durch die gleichzeitige Anwendung von Kräutern und essentiellen Ölen. Nicht für den Hausgebrauch, aber eine neue Saunaart für Hotels ist die Sweat-Lounge-eine indianische Zeltsauna für den Außenbereich. Ein kuppelförmiges Geflecht aus Zweigen, das mit Stoffen bedeckt ist. Das Innere dieses Zeltes wird mit heißen Steinen erhitzt.
Sauerstoffsauna
Einzelne Medizintechnikfirmen bieten den Einsatz von Entnahmestellen für Sauerstoff in der Sauna an. Dies führt zu einer verbesserten Versorgung des Organismus und damit zu einer Steigerung der Stoffwechselidentität. Schädliche Stoffe werden ausgeschieden und die Entschlackung beschleunigt.
Kaffeesauna
Kaffee wurde und wird immer gern getrunken. Vor allem die Finnen, die Erfinder der Sauna, sind Weltmeister im Kaffeetrinken. Da lag es nahe, eine Kaffeesauna zu kreieren. Die ist außen mit einem kaffeebraunen Mantel und der Ofen mit dem Naturstein „cafe imperial“ gestaltet. Durch Aufgüsse mit echten Kaffeebohnen kann man all die positiven Eigenschaften des Kaffees für Körper und Seele nutzen.
Salz und Schweiß
Der auffälligste Trend sind Saunas, deren Wände aus Salzblöcken bestehen. Durch den Dampf werden Salze in der Luft gelöst. Das tut den Atemwegen gut. Außerdem schaffen sie mit ihrer gelb-orangen Färbung eine schöne und entspannende Lichtstimmung.
Extras
Sollte einmal Langweile beim Saunieren aufkommen, gibt es Zusatzausstattungen, die in jede Sauna passen. So kann man Soundsysteme, farbige Lichtelemente und Module zur zusätzlichen Sauerstoffversorgung einbauen. Farblichtspiele nutzen die Erkenntnisse der modernen Farblichttherapie. Die wohltuenden Farben stimulieren das Befinden. Depressionen oder Schlafstörungen können durch Biolux-Lampen gelindert werden. Besondere Farbeffekte erzeugen Sternenhimmel, bei denen die einzelnen Farben sanft ineinander gehen.
Generell sollte die Sauna mit Naturmaterialen und mit organischen Formen konzipiert sein. Ein weiterer Trend ist immer mehr Glasfläche einzuplanen. Das sorgt für Transparenz nach innen und nach außen. Und dann steht dem Schwitzvergnügen nichts mehr im Weg.